Es muss schiefgehen!
Der Titel sagt es: In Dieses Stück geht schief geht alles schief, was schiefgehen kann. Die Schauspieler:innen stehen am falschen Ort oder vergessen ihre Texte, Requisiten gehen kaputt, Kulissen stürzen ein. Es ist eine grosse Komödie über das Misslingen. Dem Bühnenbild kommt dabei eine Hauptrolle zu. Entworfen hat es Damian Hitz.
– Damian, du bist der Bühnenbilder von Dieses Stück geht schief. Welche Tricks hast du in die Kulisse eingebaut?
Ich werde doch nicht alles verraten! Sagen wir es so: Dinge, die von der Wand fallen können – synchron oder asynchron – gibt es sechs oder sieben, je nach Zählweise. Wir haben einen Zwischenboden, der nach unten kracht, Dielen, die sich lösen oder die einbrechen, drei Durchbrüche in den Wänden und Möbeln, zwei geheime Abgänge, einen Lift, eine Versenkung, eine Drehtür und ein Sprachrohr, das Wasser spuckt. Dazu kommen noch mehrere Requisiten, die kaputtgehen. Und Pyrotechnik. Und irgendwann fällt alles in sich zusammen.
– Welches ist der komplizierteste Trick?
Der Zwischenboden ist anspruchsvoll konstruiert. Er hat eine stufenlose Hydraulik und muss auf verschiedenen Höhen sicher fixiert werden können, so dass man sich immer noch auf ihm bewegen kann.
– Und wozu das alles?
Weil das Stück und der Regisseur Max Merker es so wollen! In dieser Inszenierung ist das Bühnenbild wie ein weiterer Akteur, eine eigene komische Grösse. Wir wissen ja aus eigener Erfahrung, was im Theater alles schief gehen kann. Diesmal legen wir es mit Absicht darauf an.
– Wenn das Bühnenbild dafür gemacht ist, dass Dinge schiefgehen, was passiert denn, wenn wirklich etwas schiefgeht?
Das ist das Problem: Alles geht schief, aber wenn tatsächlich etwas schiefgeht, geschieht einfach nichts. Alles ist sorgfältig vorbereitet, damit Dinge umfallen, zusammenbrechen oder explodieren können. Wenn das nicht passiert oder jemand einen Text vergisst, hat das zur Folge, dass nichts passiert. Das darf nicht passieren. Es muss schiefgehen, sonst haben wir ein Problem.
Ich werde doch nicht alles verraten! Sagen wir es so: Dinge, die von der Wand fallen können – synchron oder asynchron – gibt es sechs oder sieben, je nach Zählweise. Wir haben einen Zwischenboden, der nach unten kracht, Dielen, die sich lösen oder die einbrechen, drei Durchbrüche in den Wänden und Möbeln, zwei geheime Abgänge, einen Lift, eine Versenkung, eine Drehtür und ein Sprachrohr, das Wasser spuckt. Dazu kommen noch mehrere Requisiten, die kaputtgehen. Und Pyrotechnik. Und irgendwann fällt alles in sich zusammen.
– Welches ist der komplizierteste Trick?
Der Zwischenboden ist anspruchsvoll konstruiert. Er hat eine stufenlose Hydraulik und muss auf verschiedenen Höhen sicher fixiert werden können, so dass man sich immer noch auf ihm bewegen kann.
– Und wozu das alles?
Weil das Stück und der Regisseur Max Merker es so wollen! In dieser Inszenierung ist das Bühnenbild wie ein weiterer Akteur, eine eigene komische Grösse. Wir wissen ja aus eigener Erfahrung, was im Theater alles schief gehen kann. Diesmal legen wir es mit Absicht darauf an.
– Wenn das Bühnenbild dafür gemacht ist, dass Dinge schiefgehen, was passiert denn, wenn wirklich etwas schiefgeht?
Das ist das Problem: Alles geht schief, aber wenn tatsächlich etwas schiefgeht, geschieht einfach nichts. Alles ist sorgfältig vorbereitet, damit Dinge umfallen, zusammenbrechen oder explodieren können. Wenn das nicht passiert oder jemand einen Text vergisst, hat das zur Folge, dass nichts passiert. Das darf nicht passieren. Es muss schiefgehen, sonst haben wir ein Problem.
– Ist so ein Stück Traum oder Albtraum für den Bühnenbildner?
Beides. Traum, weil man sich austoben kann. Albtraum, weil alles haargenau stimmen muss. Ich werde die Vorstellungen sicher nervöser verfolgen als bei anderen Stücken.
Beides. Traum, weil man sich austoben kann. Albtraum, weil alles haargenau stimmen muss. Ich werde die Vorstellungen sicher nervöser verfolgen als bei anderen Stücken.
Jonathan Fink versucht, das Schlimmste zu verhindern. (Foto: MB)
– In gewisser Weise legt dieses Stück ja offen, dass im Theater – und vielleicht auch im Leben – nichts ist, wie es scheint. Alles ist Fassade, dahinter ist nichts. Gleichzeitig kann man es auch gerade umgekehrt sehen: Im Theater entsteht aus nichts alles. Wie siehst du das?
Für mich spiegelt das Stück eher die Dialektik von Planung und Spontaneität wider. Bühnengestaltung ist eine ziemlich behäbige Kunst. Alles muss lange im Voraus berechnet und gebaut werden, damit es dann ungeplant aussieht. Gleichzeitig zwingt mich das Spiel ständig dazu, zu reagieren. Auf den Proben entsteht viel und ein spontaner Gag ist manchmal deutlich besser als ein kalkulierter. Auch das ist vielleicht so wie im echten Leben: Wir können nicht alles planen, das Unvorhergesehene fordert immer sein Recht ein.
Für mich spiegelt das Stück eher die Dialektik von Planung und Spontaneität wider. Bühnengestaltung ist eine ziemlich behäbige Kunst. Alles muss lange im Voraus berechnet und gebaut werden, damit es dann ungeplant aussieht. Gleichzeitig zwingt mich das Spiel ständig dazu, zu reagieren. Auf den Proben entsteht viel und ein spontaner Gag ist manchmal deutlich besser als ein kalkulierter. Auch das ist vielleicht so wie im echten Leben: Wir können nicht alles planen, das Unvorhergesehene fordert immer sein Recht ein.