Musiktheater

Unter dem diesjährigen spartenübergreifenden Spielzeitmotto «Identität» beschäftigt sich das Musiktheater u.a. mit Bühnenwerken, die sich inhaltlich mit den Vielschichtigkeiten, dem Facettenreichtum und der Komplexität von Identität(en) auseinandersetzen.
Mit der Uraufführung von Lili Elbe, einem neuen Werk des mit einem Emmy ausgezeichneten Komponisten Tobias Picker, kommt erstmals eine Oper mit einer trans Person im Fokus auf die Bühne. Am Beispiel einer historischen Figur, der dänischen Künstlerin Lili Elbe, wird das Thema Identität im Rahmen von Genderidentität als zeitloser Konflikt mit sich selbst und der Gesellschaft auf die Bühne diskutiert. Die spartenübergreifende Inszenierung von Krystian Lada eröffnet das Paillard-Haus.
Mit Giuseppe Verdis Ernani erzählt Barbora Horáková Joly, die in der Saison 21/22 die Festspieloper Giovanna d’Arco inszenierte, vom politischen Machtkampf und der Situation der Individuen: Das Festhalten des Titelhelden an seiner persönlichen Geschichte, Identität und seinen Zielen steht im Zentrum der Oper.
Rossinis grosse Oper Wilhelm Tell über den Schweizer Nationalhelden schildert den Freiheitskampf der Eidgenossen gegen die Habsburger Gewaltherrschaft. Guy Montavon, Schweizer und Generalintendant des Theaters Erfurt, setzt sich in seiner Inszenierung von Rossinis Oper mit dem Identitäts- und Gründungsmythos seines Heimatlandes auseinander.
Neben dem erfolgreichen Revolutions-Musical Les Misérables (Regie: Josef E. Köpplinger), das die Lebensgeschichte des ehemaligen Sträflings Jean Valjean schildert, der sich eine neue Identität zulegt, um seinem Widersacher Javert zu entkommen, ist als zweite Musicalproduktion das Rockmusical Rent zu erleben: Der südafrikanische Regisseur Matthew Wilde wird die Geschichte junger Künstler:innen in New York auf die Bühne bringen und von Liebe und Akzeptanz, Authentizität und Leidenschaft für die Kunst, und dem verzweifelten Kampf gegen HIV erzählen.
Auch eine Kinderoper – in der Inszenierung von Regisseurin Annika Nitsch - steht seit langem wieder auf dem Programm: Die feuerrote Friederike von Elisabeth Naske nach dem gleichnamigen Buchklassiker von Christine Nöstlinger ist ein musikalisch eingängiges und abwechslungsreiches Plädoyer für die Akzeptanz von Individualität und Anderssein.
Für die Festspiele führt der Weg erstmals auf den Flumserberg, wo die mit dem Götz-Friedrich-Preis ausgezeichnete Regisseurin Anna Bernreitner The Fairy Queen inszenieren wird: Ein magisches Märchen nach Shakespeare in einer atemberaubenden Kulisse, wo Natur und Kunst verschmelzen.

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https://www.konzertundtheater.ch/ Konzert und Theater St. Gallen Museumstrasse 2/24, CH-9004 St.Gallen
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