Antonio Ruz

Antonio Ruz

Choreograf
© Juan Carlos Toledo

Antonio Ruz ist Choreograf und eine prägende Stimme der zeitgenössischen Tanzszene in Spanien sowie international. Seine künstlerische Arbeit – entwickelt sowohl mit seiner eigenen Kompanie als auch in Zusammenarbeit mit renommierten Institutionen – ist geprägt von einem Interesse an der Offenheit und Wandelbarkeit von Tanz. Ausgebildet in Flamenco, spanischem Tanz und klassischem Ballett, war Ruz als Tänzer bei international bedeutenden Ensembles tätig, darunter Ballet Víctor Ullate, Ballet de Genève, Ballet de Lyon und die Compañía Nacional de Danza. 2010 gründete er in Madrid seine eigene Kompanie, um eine unverwechselbare künstlerische Handschrift zu entwickeln, die auf einer körperbasierten Bewegungssprache und interdisziplinärer Forschung beruht. Zu seinen wichtigsten Arbeiten zählen unter anderem Ojo (2012), Beautiful Beach (2015), À L’espagnole (2015), Double Bach (2016), Presente (2018), Aún (2021), Pharsalia (2022), Solaz (2024) und Norma (2024). Er verbindet eine langjährige Zusammenarbeit mit Sasha Waltz & Guests mit Projekten an der Seite profilierter Künstler:innen wie Juan Kruz Díaz de Garaio Esnaola und Estévez-Paños y Compañía. Zu seinen jüngsten Auftragswerken zählen Electra (2017) für das Ballet Nacional de España, In Paradisum (2021) für die Compañía Nacional de Danza, Mozart_Requiem (2024) für Tanz Kassel sowie Grey Zone (2025) für das Augsburg Ballet. Seit 2024 ist er Direktor des La Normal Centro Coreográfico Córdoba. Für seine Arbeit wurde er unter anderem mit dem RTVE-Preis Ojo Crítico (2013), dem spanischen Nationalpreis für Tanz in der Kategorie Choreografie (2018) sowie dem Talía-Preis für beste Choreografie (2023) ausgezeichnet.